Stress… ein ungesunder Begleiter

Stress zu Weihnachten
Stress zu Weihnachten

Alle Jahre wieder ist Weihnachten und alle Jahre wieder bekommen viele Frauen schon Stress, wenn sie nur daran denken.

Je näher der 24.12. kommt, umso mehr steigt ihr Stresspegel. Dabei hatten sie sich letztes Jahr wieder hoch und heilig versprochen, dass es in diesem Jahr endlich anders wird.

Aber auch diesmal muss noch so viel vorbereitet, bedacht und umgesetzt werden, damit es auch für alle ein schönes Fest wird.

Wie entsteht dieser Stress?

Die Gründe dafür sind bei jeder Frau unterschiedlich.

Während die einen das erste Mal die kritischen Schwiegereltern bewirten müssen, stehen andere vor der Herausforderung gelangweilte Teenager zu motivieren, zumindest solange zu Hause zu bleiben, bis die Bescherung und das Familienessen vorbei ist.

Wenn ich für mich heraus finden möchte, warum mir bestimmte Dinge Stress machen, muss ich zuerst verstehen, dass mein Stress nicht durch die äußere Situation ausgelöst wird.

Unser gesamtes Verhalten wird von zwei Hauptmotivationen bestimmt:

  1. gute Gefühle erreichen
  2. schlechte Gefühle vermeiden

Sehr vereinfacht ausgedrückt, bedeutet das für mich:

Wenn ich gute Gefühle habe, fühle ich mich in Sicherheit.                                          

Wenn ich schlechte Gefühle habe, fühle ich mich in (Lebens-)Gefahr.

Das ist der Grund, warum in der Werbung oftmals erst eine negative Situation gezeigt wird, um kurz darauf zu erklären, welches Produkt (zum Beispiel eine Versicherung) ich kaufen muss, um davor sicher zu sein. Wenn mich die Szene anspricht (was alle Werbefilme zum Ziel haben), dann werde ich bewusst, meistens jedoch unbewusst, ein unangenehmes Gefühl haben. Vielleicht denke ich etwas länger über das Thema nach oder empfinde darüber sogar eine leichte Sorge.

Aber angenommen, genau die gleiche Werbeszene macht mir kein unangenehmes Gefühl, sondern bringt mich eher zum Lachen. Dann werde ich auch keine Notwendigkeit sehen, das Produkt zu kaufen. Ich empfinde ja bei der Vorstellung der gezeigten Situation kein unangenehmes Gefühl, sondern Heiterkeit.

Es ist also nicht der Inhalt des Werbefilms, der meinen eventuellen Stress auslöst, sondern das, was ich darüber denke und wie ich die vemittelten Information bewerte.

Gedanken können Stress erzeugen… und verhindern 

Sorgen und negative Gedanken erzeugen ein belastendes Gefühl. Dadurch kommt es sofort zu einer Stressreaktion im Körper, ohne dass wir das bewusst wahrnehmen. Oberflächlichere Atmung, leichte Muskelanspannung und etwas erhöhter Puls sind die ersten Anzeichen für Stress, den wir meistens gar nicht registrieren. Das Beispiel mit der Werbung zeigt also, dass es meine eigene Bewertung ist, die darüber entscheidet, ob in mir Stress entsteht oder ich eher entspannt bin.

Bewerte ich etwas als belastend, erzeuge ich immer eine Anspannung in mir und signalisiere meinem Körper eine Gefahrensituation. Bewerte ich etwas neutral oder positiv dann bleibe ich entspannt, da für mich ja alles sicher ist.

Wie du weniger Stress für dich erzeugen kannst

Die Sache mit der “eigenen Bewertung” ist für mich immer noch eine bedeutende Erkenntnis. Wenn es meine Bewertungen und nicht die Situationen im Außen sind, die meinen Körper in einen gestressten Zustand versetzen, dann kann ich auch bewusst entscheiden, ob ich mir mit etwas Stress machen will oder nicht. 

Bewertungen entstehen durch Gedanken. Denkst du zum Beispiel ständig darüber nach, was alles schief gehen, passieren oder nicht so optimal verlaufen könnte, erzeugst du in dir Stress.

Du könntest aber genauso gut eine Haltung üben, in der du einfach davon ausgehst, dass alles gut verlaufen wird.

Dazu kannst du in einen Dialog mit dir selber gehen und dich fragen:

„Was ist so schlimm für mich, wenn es nicht genauso klappt, wie ich es mir vorstelle?“

… dann gibt es vielleicht wieder einen Familienstreit.

„Was wäre wirklich schlimm daran?“

… dann ist die Stimmung am heiligen Abend im Eimer.

„Was wäre daran wirklich schlimm?“

… wir sprechen mal wieder nicht miteinander.

„Was wäre daran wirklich schlimm?“

… das fühlt sich nicht gut an.

Nun ist es wichtig zu erkennen, warum es sich für dich nicht gut anfühlt.

Bist du vielleicht schon als Kind dafür zuständig gewesen, zwischen deinen Eltern zu vermitteln? Falls ja, dann kannst du jetzt beschließen, dass das weder als Kind, noch heute als Erwachsene deine Aufgabe ist.

Oder war es immer wichtig, die Erwartungen anderer möglichst zu erfüllen, damit du geliebt wirst? Dann kannst du jetzt beschließen, dass du ab sofort als liebenswerte Frau geschätzt werden möchtest und weniger dafür, dass du immer brav bist und im Sinne der anderen funktionierst.

Mach doch mal was DU möchtest

Letztes Jahr haben sich bei mir persönliche Umstände ergeben, die darauf hinaus liefen, dass ich Heiligabend nur mit mir selbst verbrachte. Je mehr ich mich innerlich geprüft habe, ob ich das wirklich möchte, umso mehr erkannte ich, dass es sogar ein lange gehegter Wunsch von mir war, Heiligabend mal etwas anderes zu machen als all die vielen Jahre zuvor, habe ich mich jedoch nie getraut. Meine Bewertung darüber folgte bis dahin der allgemeinen Mehrheit:

Weihnachten allein zu verbringen bedeutet einsam, traurig und ohne Familie und Freunde zu sein… 

In der Zeit vor Weihnachten bekam dann auch mein Umfeld immer mehr mit, dass ich am heiligen Abend „ganz allein“ und deshalb ihrer Meinung nach auch einsam sein werde.

Daraufhin habe ich nicht nur von guten Freunden, sondern auch von Menschen die ich nur flüchtig kenne, wirklich liebenswerte Einladungen bekommen.

Es hat mich ein ziemliches Durchhaltevermögen gekostet, mein Vorhaben auch tatsächlich umzusetzen…

Ich hatte den schönsten Heiligabend meines Lebens. Selten habe mich so frei und glücklich wie an diesem Tag gefühlt. Eine wirklich schöne Erfahrung.

In diesem Jahr werde ich bei einer Freundin sein und freue mich schon sehr darauf.

Ganz egal wie du Weihnachten verbringst, mit der Familie, Freunden oder allein, schau einfach, ob du dich dabei glücklich und entspannt fühlst.

Falls du dich auf irgendeine Art gestresst fühlst, prüfe für dich, woran es liegt. Vielleicht ist es nicht alles so, wie du meinst, dass es sein müsste? Frage dich in diesem Fall, ob das wirklich so schlimm ist und ob du dir deswegen tatsächlich Stress machen möchtest. Danach treffe deine ganz persönliche Wahl.

Ich wünsche dir von Herzen entspannte Weihnachtstage,

herzlichst deine

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Hier erfährst du, was deine persönliche Lebenszahl damit zu tun hat.

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Heidi Bonow und Hella Hampe
  

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