Motivation kann Heilung unterstützen

img_0430-1Susanne ist für sie völlig unerwartet an Krebs erkrankt. Sie geht allein spazieren, weil sie über Möglichkeiten ihrer Heilung nachdenken will.

Nach einer Weile kommt sie an einer Baustelle vorbei, auf der zwei Maurer gerade an einer Mauer arbeiten. Sie bleibt interessiert stehen und fragt die beiden:

„Guten Tag meine Herren, an was arbeiten sie denn gerade?“

 

Daraufhin sagt der erste Maurer: „Ich ziehe eine Mauer hoch.“

Der zweite Maurer sieht sie lächelnd an und antwortet: „Ich baue eine Kathedrale.“

Obwohl beide Maurer exakt dasselbe machen, arbeitet jeder von ihnen für ein anderes Ziel. Der erste sieht nur das, was er gerade macht, nämlich eine Mauer bauen, während der zweite bereits das fertige Bauwerk vor Augen hat.

Es ist daher nicht schwer zu erraten, welcher der beiden Männer eher einen Sinn in seiner Tätigkeit sieht und welcher weniger ablenkbar sein wird, wenn Probleme auftauchen.

Was hat eine Kathedrale mit Heilung zu tun?

Heilung ist immer auch eine Frage der persönlichen Motivation.

Keine Frage, wieder gesund werden, will so gut wie jede, die sich mit einer Krankheit auseinandersetzen muss.

Die entscheidende Frage dabei ist: Warum möchte ich meine Heilung, warum möchte ich wieder gesund werden?

Für viele ist das im ersten Moment eine merkwürdige Frage… denn gesund werden, möchte doch jede, oder?

In meiner Praxis habe ich eine zeitlang eine Patientin mit einem schweren Bandscheibenvorfall psychologisch begleitet. Sie hatte eine gut verlaufene Operation, sowie eine 4-wöchige Reha-Maßnahme hinter sich. Nach gründlicher ärztlicher Diagnose stand einer vollständigen Heilung nichts mehr im Weg.

Trotzdem wurde diese Patientin nicht beschwerdefrei. Immer wieder klagte sie über unterschiedliche Beschwerden und war extrem unglücklich, dass es einfach nicht besser wurde. Das zog sich immer weiter hin, bis zu dem Tag, als ich sie fragte, ob sie sicher sei, dass sie wirklich gesund werden wolle.

Sie dachte kurz über meine Frage nach, um dann völlig konsterniert zu antworten: “Das erschreckt mich jetzt zwar selbst, aber Sie haben recht, eigentlich will ich gar keine Heilung“.

Die Gründe waren schnell gefunden. Sie hatte stets viel in ihrem Leben gearbeitet und war zusätzlich immer für ihren Mann und die halbwüchsigen drei Kinder dagewesen. Seit sie krank war, wurde sie nun liebevoll von ihrer Familie umsorgt und musste nicht mehr arbeiten. Für meine Patientin war das eine vollkommen neue Erfahrung.

Sie erkannte nun, warum sie bisher keine Fortschritte in ihrer Heilung machen konnte: Es fehlte die richtige Motivation.

Bessere Heilung mit richtiger Motivation

Wenn wir krank sind und uns Heilung wünschen, dann ist ein wichtiger Aspekt der Grund, warum wir gesund werden wollen.

Dabei ist „nicht mehr krank sein wollen“ keine gute Motivation für eine Heilung, da es sich hierbei um ein Vermeidungsziel handelt (etwas „weg haben“ wollen). Besser ist es, im ersten Schritt ein Annäherungsziel zu finden, zum Beispiel „gesund werden“ (etwas erreichen wollen).

Anschließend kann man dieses Ziel dann stärker machen, indem man sich fragt:

„Warum will ich diese Heilung eigentlich?“

Das WARUM kann der entscheidende Faktor sein, der den Wendepunkt in eine Heilung bringt. Es ist der Grund, warum ich bereit bin ernsthaft meine Ernährung umzustellen, mehr für meine Entspannung und die Beweglichkeit meines Körpers zu tun.

Ein starkes Motiv kann mich während meiner Heilung durch anstrengende Zeiten tragen und mich durchhalten lassen.

Ein gutes WARUM für die eigene Heilung zu finden, ist ein persönlicher Prozess.

Jeder Mensch hat hier ganz eigene und persönliche Motive. Je besser und erstrebenswerter sich ein Motiv anfühlt, je eher wird es eine Heilung unterstützen.

Es ist viel sinnerfüllender eine Kathedrale zu bauen, als einfach nur eine Mauer hochzuziehen…

Herzlichst eure

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Heidi Bonow und Hella Hampe
  

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